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Städte

Deva

Deva liegt im Westen Siebenbürgens am linken Ufer des Flusses Mureș und ist die Kreisstadt von Hunedoara; laut Volkszählung 2021 leben dort rund 53.000 Menschen. Den Alltag der Stadt prägt der vulkanische Kegel des Cetăț

Lage45.88333, 22.9

Alltag

Deva liegt im Westen Siebenbürgens am linken Ufer des Flusses Mureș und ist die Kreisstadt von Hunedoara; laut Volkszählung 2021 leben dort rund 53.000 Menschen. Den Alltag der Stadt prägt der vulkanische Kegel des Cetății-Hügels, der sich unmittelbar über dem Zentrum erhebt und eine Höhe von 378 Metern erreicht. Auf seinem Gipfel liegen die Ruinen der Burg von Deva, die Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet und 1269 in einer Urkunde König Stephans V. von Ungarn als „königliche Burg von Deva“ erwähnt wurde; 1444 ging sie an Johann Hunyadi über und blieb im Besitz seiner Familie, der Corvin, bis deren Herrschaft 1504 endete. Der Gründer der unitarischen Kirche, Ferenc Dávid, starb 1579 im Burgverlies. Zum Gipfel führen entweder ein verschlungener Pfad mit Treppen oder eine geneigte Seilbahn. Im Zentrum gehören die Statuen von Decebalus, Kaiser Trajan und dem Dichter Mihai Eminescu, die 1861 erbaute orthodoxe Nikolaus-Kathedrale sowie das im barock-renaissancistischen Magna-Curia-Gebäude untergebrachte Museum für dakische und römische Zivilisation zum täglichen Spaziergang. Deva gilt zudem als eines der Zentren des rumänischen Turnsports; im nationalen Trainingszentrum für Kunstturnerinnen arbeitete zeitweise auch Nadia Comăneci. Die Stadt dient als ruhiger Ausgangspunkt für Tagesausflüge zum Retezat-Nationalpark und nach Hunedoara.

Verkehr

Deva liegt am Eisenbahn- und Straßenkorridor Arad–Sibiu, der Teil der europäischen Verkehrsachse Arad-Deva-Sibiu-Pitești-Bukarest ist. Die Bahnstrecke nach Sibiu ist rund 97-98 km lang, nach Arad etwa 127 km; in beide Richtungen verkehren mehrmals täglich Züge. Auf der Straße ist der Abschnitt der Autobahn A1 zwischen Sibiu und Deva vollständig befahrbar; in Richtung Arad folgt die Strecke jedoch der Nationalstraße E68 (DN7) durch das Mureș-Tal, da hier noch keine durchgehende Autobahnverbindung besteht. Der nächstgelegene größere Flughafen ist der Internationale Flughafen Sibiu, etwa 100 km entfernt. Das Stadtzentrum ist kompakt und lässt sich größtenteils zu Fuß erkunden; für den Aufstieg zur Burg auf dem Cetății-Hügel wird die geneigte Seilbahn genutzt, aktuelle Fahrpläne und Preise sollte man vor Ort erfragen.

Sicherheitshinweise

Für Deva sind aktuelle Sicherheits-, Öffnungszeit-, Preis- und Reservierungsdaten in diesem Pilotpaket nicht belegt; dafür gilt. Zusätzliche Behauptungen brauchen Redaktion und Quelle.

FAQ

Wie gelangt man zur Burg von Deva hinauf?

Die Ruinen auf dem Gipfel des Cetății-Hügels erreicht man auf zwei Wegen: zu Fuß über einen verschlungenen Pfad mit Treppen oder mit einer geneigten Seilbahn, die vom Fuß des Hügels bis zur Burg führt. Die Fahrt mit der Seilbahn dauert nur wenige Minuten und bietet unterwegs Ausblicke auf die Stadt und das Mureș-Tal, während die Wanderung länger dauert, aber einen näheren Blick auf die vulkanischen Felsen und die Vegetation des Hügels erlaubt.

Wie lange dauert die Fahrt von Deva zur Burg Corvin?

Die Burg Corvin (Hunyadi) liegt in der südlich von Deva gelegenen Stadt Hunedoara, die Entfernung beträgt etwa 20 Kilometer. Mit dem Auto dauert die Fahrt in der Regel 20 bis 25 Minuten, außerdem verkehren werktags im Abstand von etwa 20 Minuten häufige Busse zwischen den beiden Städten. Viele Reisende übernachten in Deva und besuchen Hunedoara als Tagesausflug, da sich beide Burgen bequem an einem Tag besichtigen lassen.

Warum wird Deva mit dem rumänischen Turnsport in Verbindung gebracht?

Deva ist in Rumänien eng mit dem Kunstturnen verknüpft, weil dort seit langem das nationale Trainingszentrum für die Turnerinnen der Frauennationalmannschaft ansässig ist; auch die Olympiasiegerin Nadia Comăneci trainierte zeitweise in dieser Stadt. Dieses sportliche Erbe ist neben der industriellen und bergbaulichen Vergangenheit zu einem festen Bestandteil der modernen Identität der Stadt geworden und wird lokal als Quelle des Stolzes betrachtet.

Orte

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